Dadurch dass Nicki und ich doch nicht schon heute (16.8.), sondern erst morgen nach Musanze fahren, weil es uns beiden nicht gut geht, habe ich heute ein bisschen Zeit, um von der ersten Zeit in Ruanda, genauer gesagt in Kigali, zu berichten:
Am Donnerstag, den 11.8. kamen wir sechs Volunta-Freiwillige um 8:20 Uhr am Flughafen in Kigali an. Am Tag davor sind zwei andere Freiwillige angekommen, mit denen wir in dem Humble-Gästehaus zusammen gewohnt haben. Im Laufe der Tage kamen noch drei weitere von einer anderen Organisation dazu, sodass wir am Ende zu elft waren. Dadurch dass drei Gepäckstücke von uns auf dem Flug nach Kigali verloren gingen (darunter mein großer Reiserucksack), die mittlerweile aber wieder aufgetaucht sind, hat sich alles ein wenig verzögert, da wir bei "Lost & Found" erstmal abklären mussten, wo unser Gepäck abgeblieben ist. Wie bereits gesagt, wurden wir von Mareike abgeholt, die uns dann in unser Gästehaus brachte. Am Mittag sind wir zur Jumelage gelaufen, das Büro, welches die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda koordiniert. Dort wurde uns die Partnerschaft durch eine Präsentation kurz vorgestellt und die Räumlichkeiten gezeigt. Dieses Büro ist übrigens auch der Arbeitsplatz von einigen Freiwilligen von uns. Danach sind wir in einem Restaurant, wo es ein Buffet gab, essen gegangen, was übrigens echt lecker war. Auch am Abend waren wir wieder in einem Restaurant, dem "La Sierra", essen. Was mir bereits hier auffiel und was sich im Laufe der nächsten Tage auch bestätigt hat, ist, dass es wirklich extrem lange dauert, bis das Essen auf dem Tisch ist. So etwas wie Zeitdruck ist hier ein Fremdwort. Naja, dort haben wir uns ein typisch ruandisches Essen gegönnt (zwinker zwinker) ... Burger mit Pommes! In meinem Falle Grilled Cheese mit Pommes, weil der Veggie Burger nicht mehr verfügbar war. An dieser Nachhaltigkeit an Essen hat sich in den folgenden Tagen auch nichts geändert. Zu jeder Tageszeit haben wir warm gegessen. Jeden Morgen wurde uns Omelett bzw. Rührei von unseren Haushältern im Gästehaus serviert, meist auch mit Weißbrot und allen erdenklichen Obstsorten (die Ananas hier sind nicht zu vergleichen mit denen in Deutschland). Mittags und abends sind wir immer in einem Restaurant essen gegangen. Pommes gab es fast immer dazu... so viel Pommes habe ich echt noch nie hintereinander gegessen. Das erste Essen, was wirklich traditionell war, waren Fleisch- bzw. Fischspieße zusammen mit gebackenen Kartoffeln, gefüllt mit einer Zwiebel-Tomaten-Mischung. Yummy! Dann waren wir mal wieder in einem Restaurant mit Buffet, wo es u.a. Reis, Nudeln, Spinat, Bohnen und Pommes (welch ein Wunder) gab. Das Interessante ist, dass man sich beim Buffet so viel auf den Teller laden darf wie man will, aber ein zweites Mal darf man nicht laufen. Was auch wirklich lecker war, waren die Wraps im "Chap chap". Ich habe ein Veggie Wrap mit Avocado gegessen und natürlich mit Pommes als Beilage. Alles in allem wirklich unglaublich lecker, aber irgendwie ein bisschen too much für meinen Körper. In Deutschland habe ich höchstens zwei Mal pro Tag warm gegessen und dann auch nicht in solchen rauen Mengen oder so viel Fettiges/ Ungesundes hintereinander. Als sich mein Bauch dann gestern Mittag bemerkbar gemacht hat, habe ich zu Mittag lediglich ein Croissant und zwei Stücke von einem Trockenkuchen gegessen, am Abend habe ich das Essen ganz weggelassen und heute Morgen bestand es aus einer Baby-Banane. Naja, vor dieser körperlichen Umstellung wurden wir ja gewarnt und es hat ja auch etwas Positives, mal einen Tag komplett zum Ausruhen nutzen zu können.
Am Donnerstag, den 11.8. kamen wir sechs Volunta-Freiwillige um 8:20 Uhr am Flughafen in Kigali an. Am Tag davor sind zwei andere Freiwillige angekommen, mit denen wir in dem Humble-Gästehaus zusammen gewohnt haben. Im Laufe der Tage kamen noch drei weitere von einer anderen Organisation dazu, sodass wir am Ende zu elft waren. Dadurch dass drei Gepäckstücke von uns auf dem Flug nach Kigali verloren gingen (darunter mein großer Reiserucksack), die mittlerweile aber wieder aufgetaucht sind, hat sich alles ein wenig verzögert, da wir bei "Lost & Found" erstmal abklären mussten, wo unser Gepäck abgeblieben ist. Wie bereits gesagt, wurden wir von Mareike abgeholt, die uns dann in unser Gästehaus brachte. Am Mittag sind wir zur Jumelage gelaufen, das Büro, welches die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda koordiniert. Dort wurde uns die Partnerschaft durch eine Präsentation kurz vorgestellt und die Räumlichkeiten gezeigt. Dieses Büro ist übrigens auch der Arbeitsplatz von einigen Freiwilligen von uns. Danach sind wir in einem Restaurant, wo es ein Buffet gab, essen gegangen, was übrigens echt lecker war. Auch am Abend waren wir wieder in einem Restaurant, dem "La Sierra", essen. Was mir bereits hier auffiel und was sich im Laufe der nächsten Tage auch bestätigt hat, ist, dass es wirklich extrem lange dauert, bis das Essen auf dem Tisch ist. So etwas wie Zeitdruck ist hier ein Fremdwort. Naja, dort haben wir uns ein typisch ruandisches Essen gegönnt (zwinker zwinker) ... Burger mit Pommes! In meinem Falle Grilled Cheese mit Pommes, weil der Veggie Burger nicht mehr verfügbar war. An dieser Nachhaltigkeit an Essen hat sich in den folgenden Tagen auch nichts geändert. Zu jeder Tageszeit haben wir warm gegessen. Jeden Morgen wurde uns Omelett bzw. Rührei von unseren Haushältern im Gästehaus serviert, meist auch mit Weißbrot und allen erdenklichen Obstsorten (die Ananas hier sind nicht zu vergleichen mit denen in Deutschland). Mittags und abends sind wir immer in einem Restaurant essen gegangen. Pommes gab es fast immer dazu... so viel Pommes habe ich echt noch nie hintereinander gegessen. Das erste Essen, was wirklich traditionell war, waren Fleisch- bzw. Fischspieße zusammen mit gebackenen Kartoffeln, gefüllt mit einer Zwiebel-Tomaten-Mischung. Yummy! Dann waren wir mal wieder in einem Restaurant mit Buffet, wo es u.a. Reis, Nudeln, Spinat, Bohnen und Pommes (welch ein Wunder) gab. Das Interessante ist, dass man sich beim Buffet so viel auf den Teller laden darf wie man will, aber ein zweites Mal darf man nicht laufen. Was auch wirklich lecker war, waren die Wraps im "Chap chap". Ich habe ein Veggie Wrap mit Avocado gegessen und natürlich mit Pommes als Beilage. Alles in allem wirklich unglaublich lecker, aber irgendwie ein bisschen too much für meinen Körper. In Deutschland habe ich höchstens zwei Mal pro Tag warm gegessen und dann auch nicht in solchen rauen Mengen oder so viel Fettiges/ Ungesundes hintereinander. Als sich mein Bauch dann gestern Mittag bemerkbar gemacht hat, habe ich zu Mittag lediglich ein Croissant und zwei Stücke von einem Trockenkuchen gegessen, am Abend habe ich das Essen ganz weggelassen und heute Morgen bestand es aus einer Baby-Banane. Naja, vor dieser körperlichen Umstellung wurden wir ja gewarnt und es hat ja auch etwas Positives, mal einen Tag komplett zum Ausruhen nutzen zu können.
Abgesehen vom Essen haben wir uns bereits SIM-Karten fürs Handy beantragt und unser Visum. Wir haben auch Infos über das Leben in Ruanda bezüglich Wohnung, Verhalten und Sicherheit bekommen und auch über die Partnerschaft als Partnerorganisation bezogen auf Verantwortlichkeit usw. Auch für unsere Freizeitgestaltung haben wir Tipps bekommen. Die einzigen zwei Länder, in die wir nicht reisen dürfen, ist der Kongo und Burundi. Ansonsten gibt es wirklich tolle Ausflugsziele für die Freizeit, auch in den Nachbarländern. Was auch total eindrucksvoll, aber vor allem auch sehr traurig war, war der Besuch im Genocide Memorial. Am Montag morgen stand eine Stadtralley auf unserem Terminkalender. Anhand von Quizfragen über Kigali, wurden wir, eingeteilt in Zweierteams, durch die ganze Stadt gejagt. Das war das erste Mal, wo wir tatsächlich mal mit den Menschen auf der Straße zusammentrafen und wir merkten, was es bedeutet weiß zu sein. Obwohl Kigali mittlerweile wirklich europäisch geprägt ist und auch viele teure Gebäude hat, werden wir als Weiße, trotzdem immer mit Wohlstand und Reichtum verbunden. Es sind nicht nur die Blicke oder die Sprüche im Vorbeigehen, die ich mittlerweile schon als störend empfinde, es ist auch der Fakt, dass man nie weiß, wer es ehrlich mit dir meint und wer nicht. Es ist uns nicht nur ein Mal passiert, dass wir Menschen nach der Antwort auf eine Quizfrage stellten und sie am Ende Geld dafür wollten. Uns wurden auch tragische Familiengeschichten erzählt und auch mein Ehering kam schon in Einsatz. Ein Motorradtaxifahrer fragte mich, ob ich single sei und ich verneinte dies, daraufhin fragte er, ob ich verheiratet sei und ich antwortete mit ja. Als er dann meinen Ring bemerkte, war die Sache geklärt.
A propos Motorradtaxi, dieses Fortbewegungsmittel habe ich mittlerweile schon ein paar Mal genutzt. Im Vergleich zu normalen Taxis sind die Motos sehr günstig. Das einzige, was mir etwas zu bedenken gibt, sind die Helme, die wirklich mehr Attrappe-Zwecken dienen, als der Sicherheit. Insgesamt fühle ich mich in der Hauptstadt aber wirklich sicher, es gibt mir auch den Eindruck, dass Überfälle und Unfälle wirklich eher selten sind, trotz dem stürmischen Verkehr und den Motos, die sowohl von links, als auch von rechts überholen. Auch das Ambiente ist, zumindest in der Gegend des Gästehauses, eher ruhig und angenehm. Außerdem ist die Stadt wirklich sauber, sie gilt sogar als die sauberste Hauptstadt Afrikas, soweit ich das noch im Kopf habe. Die krasseste Menschenansammlung habe ich bei der Stadtralley am Busbahnhof erlebt, das war wirklich wie aus dem Bilderbuch, oder wie sich viele Menschen vielleicht Indien vorstellen. Ansonsten gefällt mir das, was ich bisher von Ruanda gesehen habe, wirklich gut.
A propos Motorradtaxi, dieses Fortbewegungsmittel habe ich mittlerweile schon ein paar Mal genutzt. Im Vergleich zu normalen Taxis sind die Motos sehr günstig. Das einzige, was mir etwas zu bedenken gibt, sind die Helme, die wirklich mehr Attrappe-Zwecken dienen, als der Sicherheit. Insgesamt fühle ich mich in der Hauptstadt aber wirklich sicher, es gibt mir auch den Eindruck, dass Überfälle und Unfälle wirklich eher selten sind, trotz dem stürmischen Verkehr und den Motos, die sowohl von links, als auch von rechts überholen. Auch das Ambiente ist, zumindest in der Gegend des Gästehauses, eher ruhig und angenehm. Außerdem ist die Stadt wirklich sauber, sie gilt sogar als die sauberste Hauptstadt Afrikas, soweit ich das noch im Kopf habe. Die krasseste Menschenansammlung habe ich bei der Stadtralley am Busbahnhof erlebt, das war wirklich wie aus dem Bilderbuch, oder wie sich viele Menschen vielleicht Indien vorstellen. Ansonsten gefällt mir das, was ich bisher von Ruanda gesehen habe, wirklich gut.
Ein großer Schritt für Nicki und mich wird jedoch der morgige Tag werden (falls es uns bis dahin wieder besser geht). Das ist der Tag, an dem wir endgültig, an unserem Wohn-und Arbeitsort ankommen. Quasi der Start in ein neues Leben. Wir dürfen endlich unser Haus einrichten (und müssen nicht mehr aus dem Koffer leben) und lernen unsere "Chefs" auf der Arbeit kennen. Wir werden übrigens in einer Doppelhaushälfte untergebracht mit 3-4 Schlafzimmern. Insgesamt wurde die Wohnung als "modern" beschrieben. Ich bin wirklich gespannt! Gestern haben wir schon unsere ersten Möbel rausgestellt, die wir dann mit dem Pick up auf unserer zweistündigen Fahrt nach Musanze transportieren.
Es gibt wirklich noch viel zu erzählen, doch jetzt muss ich mich mal wieder ausruhen, um fit für den großen Tag zu sein.
Liebe Grüße!
Es gibt wirklich noch viel zu erzählen, doch jetzt muss ich mich mal wieder ausruhen, um fit für den großen Tag zu sein.
Liebe Grüße!
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